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Das SRK gab mir den Schlüssel zu einem neuen Leben: Die Geschichte von Jeeva

Jeevas Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie das SRK Kanton St.Gallen verletzliche Menschen im Kanton unterstützt.

Jeeva stammt aus dem Norden Sri Lankas, einer Region, die über viele Jahre hinweg vom Bürgerkrieg gezeichnet war und auch noch heute grosse Konflikte herrschen. Er floh aus seiner Heimat und suchte in der Schweiz Schutz. Doch auch in der Schweiz war das Leben für Jeeva alles andere als einfach. Er verbrachte viele Jahre in verschiedenen Asylzentren. Sein Alltag war stark eingeschränkt, und er hatte das Gefühl, dass es für ihn unüberwindbare Grenzen gab. Er fühlte sich gefangen in Isolation und Perspektivlosigkeit.

Traumatherapie öffnete Türen

Die traumatischen Erlebnisse in seiner Heimat belasteten ihn schwer. Jeeva fühlte sich oft verloren und allein in einer fremden Kultur, die ihm verschlossen blieb. Doch dann begegnete er einer Person, die ihm eine Therapie bei der Gravita SRK in St.Gallen empfohl. Dieser Moment sollte sein Leben verändern. In der Gravita SRK lernte Jeeva den Umgang mit seinen schwerwiegenden traumatischen Erlebnissen. Durch die professionelle und spezialisierte Unterstützung der Gravita SRK gelangt es ihm, sich Schritt für Schritt in die Schweizer Gesellschaft zu integrieren. Jeeva begann mit der Zeit zu lernen, dass er, trotz aller Hürden, die Chance auf ein neues Leben hatte. Das SRK gab ihm den «Schlüssel», um diese Türen zu öffnen.

Die Gravita SRK behandelt im tagesklinischen Setting psychisch schwer belastete geflüchtete Menschen, die an einer Traumafolgestörung leiden und unterstützt sie bei der Integration. In vielen Fällen sind die Symptome eines Traumas so einschneidend, dass eine Integration erschwert ist. Wer unter Symptomen wie Schmerzen, Konzentrations- und Schlafstörungen, Depressionen und Angststörungen leidet, hat Mühe eine neue Sprache zu lernen oder sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Gravita SRK hat ein Wirkungsmodell erarbeitet, mit dem die Verbesserungen des Gesundheitszustands und der Alltagsbewältigung durch die Therapie eindeutig aufgezeigt werden.
Katharina Walser, Leitung Gravita SRK

Vom Geflüchteten zur Pflegekraft 

Jeeva nutzte diese Gelegenheit, um sich weiterzuentwickeln. Trotz der Ungewissheit über seinen Asylentscheid ging er weiter seinen Weg und verfolgte beharrlich sein Ziel, wieder auf eigenen Beinen zu stehen und Teil der Gesellschaft zu werden. Das SRK half ihm, sich für den Lehrgang Pflegehelfer SRK anzumelden und stand ihm während des Lehrgangs zur Seite. Der erfolgreiche Abschluss ermöglichte ihm eine neue Perspektive und schliesslich den langersehnten Weg in den Arbeitsmarkt. Heute arbeitet Jeeva als Pflegehelfer SRK in einem Altersheim im Toggenburg und unterstützt ältere und pflegebedürftige Menschen in ihrem Alltag. Die Arbeitsstelle, die er durch die Hilfe des SRK erhalten hat, ermöglichte es ihm, in der Schweiz Fuss zu fassen. Er ist überaus dankbar, dass er nun auf eigenen Beinen stehen und sich selbst versorgen kann. Die Bewohnenden schätzen seinen Einsatz sehr und haben ihn bereits ins Herz geschlossen. 

Ich bin dem Roten Kreuz unendlich dankbar. Sie haben mir geholfen, ein neues Leben zu beginnen und mir gezeigt, dass es immer Hoffnung gibt, egal wie dunkel die Zeiten auch scheinen mögen. Es ist schön, eine Aufgabe zu haben und die Wertschätzung bei der Arbeit zu spüren.

Jeeva

Informationen zur Gravita SRK