Gravita SRK

Traumatherapie für Asylsuchende und Flüchtlinge

Ein Asylsuchender bei der Traumatherapie.
Das Zentrum für Psychotraumatologie - Gravita SRK - behandelt Menschen aus Kriegsgebieten und Folteropfer
Das Traumazentrum Gravita ist auf die Behandlung von Asylsuchenden und Flüchtlingen ausgerichtet. Hier erhalten die Betroffenen Unterstützung, die traumatischen Erlebnisse durch Flucht oder Folter, zu verarbeiten. Die Behandlung erfolgt durch ein multidisziplinäres Therapieangebot.

Gesundheitliche Folgen des Trauma
Menschen, welche aus Kriegsregionen geflüchtet sind oder Opfer von Folter, leiden häufig an schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen. Häufig kommt es zu posttraumatischen Belastungsstörungen, Stresserkrankungen und chronischen Schmerzen. Bleiben diese Erkrankungen unbehandelt, können sich daraus somatische Krankheiten entwickeln, wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen, Rückenbeschwerden, Diabetes, usw.

Kombination von Medizin und Therapie
Gravita SRK bietet klassische psychiatrische sowie psychologische Betreuung in Form von Einzel- und Gruppentherapien. Dabei arbeitet Gravita SRK bei Bedarf mit einem Team von zertifizierten Dolmetschern zusammen. Eine weitere wichtige Form sind die non-verbalen Therapieformen wie ergotherapeutische Dienstleistungen, Kunst-, Gestaltungs- und Musiktherapie abgerundet mit Körper- und Bewegungstherapie. Die Behandlung erfolgt im teilstationären tagesorientierten Setting oder als ambulante Betreuung.

Welche Therapieformen werden angeboten?

Die interdisziplinäre Betreuung basiert auf:

  • Psychiatrische Behandlung
  • Psychotherapie
  • Psychoedukative Gruppentherapie
  • Ergotherapie
  • Schmerztherapie (Neuro- und Biofeedback)
  • Interkulturelle Mediation
  • Kunst- und Gestaltungstherapie
  • Musiktherapie
  • Bewegungstherapie
Welches Ziel verfolgt die Gravita SRK?

Die ungewöhnlichen Belastungen durch die einschneidenden Lebensereignisse erfordern spezielle Hilfe, die zusätzlich einem anderen Kulturkreis gerecht werden muss. Ziel der Gravita SRK ist die Stabiliserung der psychischen Verfassung der Betroffenen. Dies ermöglicht den Patienten eine Verbesserung des Selbstmanagements und der sozialen Stabilität. Die Förderung der Arbeitsfähigkeit hat dabei eine besondere Bedeutung. Die eigenen Stärken und Selbstheilungsmechanismen werden speziell gefördert.

Was ist der Unterschied einer teilstationären oder ambulanten Behandlung?

Im teilstationären Setting erhalten die Patientinnen und Patienten eine Tagesstruktur und verbringen Montag bis Freitag von Morgen bis Abend bei der Gravita.

In ambulanter Behandlung werden nach Absprache einzelne Termine vergeben.

Wer übernimmt die Kosten für eine Therapie?

Die Kosten für die Behandlung in der Tagesklinik werden zur Hälfte aus der Grundversicherung der Schweizer Krankenkassen getragen. Die andere Hälfte decken Beiträge von Bund, Kanton, St.Galler Gemeinden, dem Schweizerischen Roten Kreuz Kanton St. Gallen sowie Stiftungen und Spenden.

Die ambulante Betreuung ist durch die Grundversicherung gedeckt.

Wie lange dauert eine Therapie?

Die Aufenthaltsdauer in der Ambulanz richtet sich nach dem individuellen Bedarf.

Die Intensität der Betreuung in der Tagesklinik orientiert sich an der Belastungsfähigkeit der Klienten, ist jedoch begrenzt auf maximal 60 Tage.

Wie kann ich mich für eine Therapie anmelden?

Der Erstkontakt sowie die Zuweisung erfolgt in der Regel durch den Arzt. Die Anmeldung erfolgt mittels Überweisungsformular, welches auf dieser Seite (rechts) zum Download verfügbar ist.

Nach erfolgter Zuweisung wird bei einer Voruntersuchung ein standardisiertes Aufnahme- und Abklärungsverfahren durchgeführt. Dies erfolgt mit Unterstützung eines Dolmetschers in der Muttersprache der Klienten.

Wünschen Sie weitere Informationen zur Gravita SRK?

Rufen Sie uns unter Tel. 071 552 25 15 an. Die Mitarbeitenden der Gravita SRK nehmen sich gerne Zeit für Sie.