In der Ukraine herrscht seit mehr als vier Jahren Krieg. Auch davon betroffen sind die Kinder und Jugendlichen und ihre Familien. Alarme und Sirenen, Raketen- und Drohenangriffe und Stromausfälle gehören zum Alltag und ein regulärer Schulbetrieb ist kaum möglich. Dazu kommen die ständige Unsicherheit und die Angst. 50 vom Krieg stark betroffene Kinder und Jugendliche und ihre Begleitpersonen aus der Ukraine haben die letzten zwei Wochen in St.Gallen verbracht. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben ein Elternteil verloren, es wurde schwer verletzt oder gilt als vermisst.
Ein Camp voller Herz, Engagement und neuer Hoffnung
Der Erholungsaufenthalt wurde vom SRK Kanton St.Gallen diesen Sommer zum zweiten Mal organisiert und durchgeführt und vom Kanton St.Gallen finanziell unterstützt. Ein zentrales Element des Camps waren die täglichen psychosozialen Inputs und die psychologische Betreuung, die von drei ukrainischen psychologisch ausgebildeten Fachpersonen angeboten wurden. In Gesprächen und durch gezielte Übungen konnten die Kinder mentale Stärke aufbauen und Vertrauen fassen. Auch sensible Themen, wie die Rückkehr in die Ukraine nach dem Erholungsaufenthalt wurden einfühlsam berücksichtigt.
Neben der therapeutischen Arbeit bot das Camp auch zahlreiche Freizeitaktivitäten: Ausflüge in die Badi, in die Natur oder nach Liechtenstein schenkten den Kindern neue, positive Erinnerungen. Kreative Aktivitäten und freies Spielen hatten ebenso ihren festen Platz. Rotkreuz-Freiwillige unterstützten das SRK-Kernteam in der Betreuung und Begleitung und sorgten für das kulinarische und seelische Wohlbefinden.